FDP Hameln-Pyrmont unterstützt Resolution zum Erhalt der Physiotherapie-Ausbildung

Der FDP-Kreisverband Hameln-Pyrmont unterstützt die Initiative im Kreistag, mit einer Resolution gegen das Aus der Physiotherapie-Ausbildung an der Elisabeth-Selbert-Schule vorzugehen. Die Entscheidung des Landes Niedersachsen sei in Zeiten massiven Fachkräftemangels im Gesundheitswesen fachlich nicht nachvollziehbar.

„Wir haben diese Resolution bewusst angestoßen, weil wir der Auffassung sind, dass hier ohne ausreichende Transparenz und ohne Rücksicht auf die regionale Versorgungslage entschieden wurde“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Anke Blume. In einer Phase, in der Praxen und Kliniken im Weserbergland zunehmend unter Fachkräftemangel leiden, sei der Abbau funktionierender Ausbildungsstrukturen das falsche Signal.

Die FDP kritisiert insbesondere die fehlende Transparenz der zugrunde liegenden Evaluation. Weder Kriterien noch Ergebnisse seien bislang öffentlich gemacht worden. Gleichzeitig habe sich der Ausbildungsgang in der Region bewährt und Absolventinnen und Absolventen seien überwiegend vor Ort in Praxen und Kliniken übernommen worden.

„Wer regionale Gesundheitsversorgung sichern will, darf bewährte und erforderliche Ausbildungsstrukturen nicht leichtfertig aufgeben. Die demokratischen Kräfte im Kreistag sind letztlich aufgefordert, die Resolution gemeinsam zu tragen und gegenüber dem Land geschlossen aufzutreten.“, erklärt die FDP Kreisvorsitzende Jacqueline Krüger. Die Liberalen fordern daher eine Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen sowie eine Neubewertung unter Berücksichtigung der regionalen Versorgungslage.